Krankheitsbilder
Ausgebranntsein, depressive Verstimmung, extreme Angstsituationen, ein schwerer Verlust oder das Gefühl in einer Sucht gefangen zu sein – wenn Ihnen das Leben so richtig zu schaffen macht, dass Sie glauben, therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen, lesen Sie bitte die folgenden Informationen. Wir orientieren uns mit unseren Angaben am entsprechenden allgemein verbindlichen Diagnose-Index ICD-10 der Weltgesundheitsbehörde WHO (www.who.int/classifications/icd/en/) bzw. dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information DIMDI (www.dimdi.de).
Burnout
Ausgezehrt von der Arbeit, freud- und lustlos im Leben, nicht mehr selbstbestimmt, ausgebrannt: Burnout – das Hochleistungssyndrom. Menschen, die sich ständig unerbittlichen Einsatz abfordern und verlernt haben auf ihre Körpersignale zu achten, leiden häufig unter dem Burnout-Syndrom. Diese zeigt sich meist durch eine zunehmende depressive Verstimmung, teils verbunden mit Ängsten und verschiedenen körperlichen Symptomen. Die Batterien sind leer, und auch ein Urlaub reicht nicht aus, sie wieder richtig aufzuladen.
Betroffen sind meist in ihrem Beruf besonders engagierte Menschen, die jedoch zunehmend wenig Anerkennung bekommen, oder deren Arbeitsbedingungen immer schwieriger werden. Die höchsten Burnout-Raten finden sich bei Lehrern, Pflegepersonal, Sozialarbeitern und Ärzten.
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Depressionen
Depressionen sind häufige Erkrankungen. Jeder dritte Mensch erleidet im Verlauf seines Lebens eine Depression. Auslöser für das erstmalige Auftreten sind fast immer reale oder befürchtete Verlusterlebnisse. Depressionen sind die häufigste Ursache von Selbsttötungen.
Depressive Episoden zeichnen sich je nach Schweregrad durch gedrückte Stimmung und Reduzierung von Antrieb und Aktivität aus. Die Fähigkeit zu Freude ist vermindert, Interesse und Konzentration eingeschränkt. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind beeinträchtigt, die betroffene Person hat Schuldgefühle und kommt sich wertlos vor. Der Schlaf ist oft gestört, das sexuelle Interesse nimmt ab. Der Appetit ist meist reduziert, doch essen manche Menschen mehr, um das Gefühl einer inneren Leere aufzufüllen. Dabei verändert sich die gedrückte Stimmung von Tag zu Tag wenig. Manche Depressionen zeigen sich ausschließlich in Form eines chronischen Schmerzsyndromes.
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Trauerreaktionen
Depressive Stimmung, Angst und Sorge sowie das Gefühl, mit den alltäglichen Gegebenheiten im Leben nicht mehr zurechtzukommen können Trauerreaktionen sein. Durch den Verlust einer wichtigen Person durch Tod oder Trennung und der damit verbundenen Beschädigung des eigenen sozialen Netzes wird das Leben derartig aus der Bahn geworfen, dass Betroffenen die Anpassung an die neue Situation nur sehr schwer oder gar nicht gelingt.
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Posttraumatische Belastungsstörung
Die Posttraumatische Belastungsstörung ist eine schwere psychische Störung, die nach besonders belastenden Erlebnissen, die mit einem Gefühl intensiver Angst und Hilflosigkeit erlebt werden, auftreten kann. Nach Unfällen, Naturkatastrophen, Überfällen oder Vergewaltigungen kann es in der Folge zu immer wieder kehrenden Erinnerungen, Albträumen, Schlafstörungen, einer erhöhten Schreckhaftigkeit, aber auch zu körperlichen Symptomen, wie Herzrasen und Übelkeit kommen. Häufig zieht sich der Betroffene emotional aus Beziehungen zurück, er leidet unter Depression oder Alkohol- oder Drogenmissbrauch.
Die Hoffnung auf Besserung nach einigen Wochen oder Monaten („die Zeit heilt alle Wunden“) erweist sich häufig als falsch. Wichtig ist eine möglichst frühzeitige psychotherapeutische Intervention, um einer Chronifizierung und dem Auftreten von Folgeerkrankungen entgegenzuwirken.
So genannte Kurz-Rebriefings in einer oder zwei Sitzungen direkt im Anschluss an das Ereignis scheinen die Prognose der Erkrankung nicht zu verbessern. Dagegen kann die vorübergehende Distanz zu der Umgebung, in der das Trauma erlebt wurde, hilfreich sein. Eine Schutz gewährende Umgebung in einem „heilen“ Umfeld begünstigt den Einstieg in die Therapie. Der betroffene Mensch sollte sich etwas Zeit lassen, um in einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung zu einem stabilen Selbsterleben zurückzufinden.
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Angsterkrankungen
Eigentlich ungefährliche Situationen rufen Symptome wie Herzklopfen oder Schwächegefühl hervor, häufig verbunden mit Angst vor dem Sterben oder Kontrollverlust. Das Gefühl, wahnsinnig zu werden, kann sich bis zur Panikattacke steigern. Allein die Vorstellung einer bestimmten Situation oder Begegnung erzeugt Erwartungsangst.
Angsterkrankungen sind sehr häufig, doch in der Intensität unterschiedlich. Bei einer Phobie meidet der Betroffene bestimmte Situationen oder Objekte, damit weitestgehende Angstfreiheit besteht. Davon unterscheiden sich generalisierte Angststörungen und Panikattacken, bei denen immer eine latente, ungerichtete Angst besteht oder man anfallsweise, wie aus heiterem Himmel, von Panik befallen wird.
Angsterkrankungen werden psychotherapeutisch und teilweise medikamentös behandelt. Eine ausschließlich medikamentöse Behandlung birgt das Risiko einer zusätzlich entstehenden Abhängigkeitserkrankung.
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Zwangserkrankungen
Gegen immer wiederkehrende quälende zwanghafte Ideen, Vorstellungen und Impulse versucht der Patient erfolglos Widerstand zu leisten. Zwangshandlungen oder Rituale werden ständig wiederholt und dienen in der Regel nicht dazu, wichtige Aufgaben zu erfüllen. Betroffene Personen erleben sie oft als Vorbeugung gegen ein objektiv unwahrscheinliches Ereignis, das ihnen Schaden zufügen oder bei dem sie selbst Unheil anrichten könnten. Bei einer Unterdrückung von Zwangshandlungen verstärkt sich die Angst deutlich.
Die Behandlung erfolgt psychotherapeutisch, bei Bedarf mit zusätzlicher medikamentöser Unterstützung.
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Suchterkrankungen
Abhängigkeitssyndrome können sich auf einzelne Stoffe oder mehrere Substanzen beziehen (z.B. Tabak, Alkohol, Opiate, Beruhigungs- und Schlafmittel). Trotz schädlicher Folgen besteht ständig ein starkes Verlangen, die Substanz einzunehmen und Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren. Der Substanzgebrauch hat für die betroffene Person Vorrang vor anderen Aktivitäten und Verpflichtungen. Sie benötigt immer mehr, bis der gewollte Effekt der Droge erreicht ist. Bei zu geringer Dosis entstehen körperliche Entzugserscheinungen. Der Missbrauch von bestimmten Medikamenten erzeugt bei starkem Verlangen zwar keine körperlichen Entzugssyndrome, kann jedoch zu Gesundheitsschäden führen. Auch ohne Abhängigkeitssyndrome kann der schädigende oder riskante Gebrauch einer Substanz eine Behandlung erforderlich machen.
Auswege aus der Sucht: Wir bieten ein maßgeschneidertes Konzept für einen qualifizierten Entzug von Alkohol, Kokain und weiteren abhängig machenden Drogen und Medikamenten. Unser Angebot richtet sich an Menschen,
• die wenig Zeit haben,
• denen absolute Diskretion und Anonymität besonders wichtig sind,
• die bereit sind, in einer Therapie aktiv mitzuarbeiten und
• die das Behandlungsziel mit uns gemeinsam festlegen wollen.
Die Forschungsergebnisse der letzten Jahre belegen eindeutig, dass der so genannte qualifizierte Entzug den traditionellen Behandlungsformen überlegen ist: Bereits während der klinischen Entgiftung beginnt bei uns Ihre psychotherapeutische Behandlung. Die Behandlungsdauer verkürzt sich deutlich und die Ergebnisse sind besser und stabiler. Kurztherapien, gegebenenfalls auch in mehreren Schritten, sind nachweislich für viele Menschen effizienter als mehrmonatige Langzeitaufenthalte in Entzugskliniken.
Es ist ein Mythos, dass jeder Abhängige erst am Boden liegen muss, bevor ihm geholfen werden kann. Gemäß den Aussagen der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Prognose um so besser, je früher er erreicht werden kann und je besser er noch sozial und familiär integriert ist.
Das Behandlungsziel ist frei wählbar. Inzwischen wurde international dazu übergegangen, nicht mehr die Abstinenz in den Vordergrund zu stellen. Für manche Menschen bleibt es das Ziel, für andere ist kontrollierter Genuss der gangbare Weg. Wir helfen Ihnen dabei, den für Sie richtigen gesunden Weg zu finden und beizubehalten. Vier Jahre nach einer durchschnittlich dreiwöchigen Behandlung von Alkoholabhängigkeit sind mehr als 50 Prozent der Patienten abstinent und etwa 30 Prozent trinken gemäßigt.
Nach dem körperlichen Entzug in der modernsten Privatklinik Mallorcas, der Clinica Palma Planas, der je nach Krankheitsbild zwischen drei und zehn Tagen dauert, wohnen Sie als „normaler Gast“ in einem Hotel, dem unser tagesklinisches Zentrum angeschlossen ist. Es ist ein wesentlicher Bestandsteil unserer Behandlung, die Therapie so wirklichkeitsnah wie möglich zu gestalten. Wenn Sie mögen, bringen Sie Ihren Partner zur Behandlung mit. Paar- und Familiengespräche helfen beim Etablieren neuer Gewohnheiten im Alltag.
Je nach Art der Problematik erfolgt neben der psychotherapeutischen Behandlung eine medikamentöse Unterstützung, die bei manchen Patienten die Langzeitprognose deutlich verbessern kann.
Nach ihrem Aufenthalt auf Mallorca sorgt ein qualifizierter Therapeut in der Nähe Ihres Wohnortes für Ihre Weiterbehandlung zur Stabilisierung und Rückfallvorbeugung. Ihre persönlichen Therapeuten auf Mallorca erreichen Sie selbstverständlich nach Ihrem Aufenthalt per Email oder telefonisch. In Krisensituationen können wir Sie kurzfristig wieder aufnehmen, bevor aus einer Krise Schlimmeres wird.
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Ess-Störungen
Ess-Störungen können bei belastenden Ereignissen auftreten oder sind Reaktionen eines übersteigerten Körpergefühls.
Anorexie und Bulimie: Als häufige Ess-Störung gilt die Anorexia Nervosa, die meist zu Unterernährung führt. Beherrschende Ideen sind Ängste vor einem dicken Körper und einer schlaffen Körperform. Die Betroffenen legen eine sehr niedrige Gewichtsschwelle für sich selbst fest. Eingeschränkte Nahrungsauswahl, übertriebene körperliche Aktivitäten, selbst herbeigeführtes Erbrechen und Abführen sowie der Gebrauch von Appetitzüglern und Diuretika gehören zu den Symptomen. Trotz subjektiven Wohlbefindens und körperlicher Leistungsfähigkeit besteht ab einem bestimmten Punkt akute Lebensgefahr, die eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich werden lässt!
Bei der Bulimie wird nach dem Essen die Nahrung durch Erbrechen wieder aus dem Magen entfernt. Das Körpergewicht kann dabei normal, erniedrigt oder erhöht sein.
Die Ursachen von Anorexie und Bulimie liegen oft in den Schlankheitsidealen unserer Gesellschaft, verbunden mit Konfliktsituationen in der Familie. Daher streben wir bei den meisten Patienten die Einbeziehung der Angehörigen in die Therapie an.
Übergewicht: Depressionen – die Auffüllung innerer Leere, Stress oder Trauer: Übergewicht kann aufgrund verschiedener Ursachen entstehen. Ob Fressattacken oder bei dauerhaft verstelltem Regelkreis nach zahlreichen Diäten: Unsere Therapie wird nach einer sorgfältigen Diagnostik individuell auf den einzelnen Menschen abgestimmt. Dabei werden nach Bedarf sowohl psychotherapeutische wie auch diätetische und sporttherapeutische Maßnahmen angewandt.
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Schmerzsyndrome
Viele Betroffene haben bereits eine lange und komplizierte Patienten-Karriere hinter sich, in denen die ärztlichen Untersuchungen immer ohne Befund waren. Ist dagegen ein Befund (z.B. Bandscheibenvorfall) nachweisbar, gibt es keine Erklärung für die Intensität der Schmerzen. Oft werden die Schmerzen nach einer Operation sogar noch schlimmer.
Schmerzen können in Verbindung mit einem emotionalen Konflikt oder psychosozialen Belastungen auftreten. Oft hängen sie mit früheren Schmerzerfahrungen zusammen, die unser Schmerzgedächtnis beeinflusst haben.
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Sexuelle Störungen
Durch Stress oder Versagensangst verursachte sexuelle Funktionsstörungen beeinträchtigen gewünschte Sexualkontakte. Tief verwurzelte Ideen und Weltbilder, doch auch belastende Erlebnisse wie sexueller Missbrauch können bei betroffenen Personen zu Aversion, Versagen genitaler Reaktionen oder Lustlosigkeit führen und damit Paarbeziehungen stark beeinträchtigen. Oft handelt es sich auch um erste Anzeichen einer Partnerschaftskrise oder einer depressiven Störung.
Je nach Art der Störung empfehlen wir die Mitbehandlung des Partners.
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Partnerschaftsprobleme
Wenn Ihre Beziehungen aus immer „gleichen Gründen“ scheitern oder Sie und Ihr Partner spüren, dass Ihr Zusammenleben beeinträchtigende innerlich tief verwurzelte Probleme aufgearbeitet werden sollten, können Sie alleine oder gemeinsam unser Therapieangebot in Anspruch nehmen.
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