Der Begriff Burnout-Syndrom wurde von der amerikanischen Psychologin Christina Maslach 1976 geprägt. Sie definierte ihn nach drei Kriterien: Emotionale Erschöpfung, Entpersönlichung und Ineffizienz.

Ursprünglich ging man davon aus, dass vor allem Menschen in helfenden Berufen vom Burnout betroffen sind z.B.: Pflegepersonal, Sozialarbeiter, Lehrer und Ärzte . Heute wird immer deutlicher, dass das Burnout-Syndrom in fast allen Berufen zum Problem geworden ist. Die Ursache liegt unter anderem in einem immer stärker werdenden Arbeitsdruck bei verminderter Möglichkeit Einfluss zu nehmen.

Die folgenden Bereiche wirken am Arbeitsplatz besonders gesundheits- oder krankheitsgefährdend: Arbeitsmenge, keine Einflussnahme auf Abläufe, fehlende Belohnung und Anerkennung, Arbeitsklima und Kollegialität, Transparenz und Gerechtigkeit, Sinnhaftigkeit und Wertschöpfung.

Durch den steigenden Arbeitsdruck in unserer Gesellschaft ist das Risiko einen Burnout zu erleiden deutlich erhöht. Das Gefährliche an dieser Erkrankung ist, dass sie sich – wie bei einer Alkoholerkrankung – schleichend und in Phasen entwickelt.

Die Betroffenen definieren sich an erster Stelle über ihre Arbeit, andere Werte wie Familie und Freizeitgestaltung werden als nebensächlich betrachtet. Nach Jahren der Überarbeitung gelangen sie an den Punkt, wo nichts mehr geht. Es fehlt die Kraft zum leben. Der Wille zu arbeiten ist vielleicht noch vorhanden, Körper, Psyche und Geist versagen jedoch ihren Dienst. Selbst ein mehrwöchiger Urlaub bringt keine dauerhafte Erholung. Typisch ist auch der Rückzug aus dem sozialen Umfeld. Die Krankheitszeichen für ein Burnout sind auch der Zusammenbruch des Immunsystems, chronische Rückenschmerzen, Depressionen und Schmerzsyndrome, die Flucht in die Sucht, der Gebrauch von Alkohol , Drogen, Medikamenten u. a..

Das Burnout-Syndrom ist keine klassifizierte Diagnose, weshalb die Existenz vereinzelt in Frage gestellt wird. Hier ist es mehr eine Prozessdiagnose. Ein schleichender Prozess, der schließlich zu den o.a. Krankheitsbildern führt. Darin liegt jedoch auch die Chance des Einzelnen sich zu offenbaren. Gerade Menschen aus helfenden Berufen fällt es oft schwer, selbst um Hilfe nachzusuchen und eine Psychotherapie anzunehmen. Im Begriff des Burnout liegt eine vorgeschobene Begründung: „Ich bin nur deshalb krank, weil ich so viel Energie in meine Arbeit gesteckt habe“. Das lässt sich vor dem eigenen Selbstverständnis eher eingestehen als Depressionen und Schmerzen zu haben.

Trotzdem kommen viele der Betroffenen zu spät zur Behandlung. Je früher mit einer Einzeltherapie begonnen werden kann, umso kürzer die Therapiedauer. Oft ist es den Patienten kaum möglich sich, neben dem anstrengenden Berufsalltag, auf eine Psychotherapie einzulassen. Stationäre Therapien wiederum dauern meist so lang, dass soziale und berufliche Nachteile erwartet werden. In unserer Privatklinik bieten wir deshalb Patienten mit Burnout- Problematik bei einer Kurztherapie die Möglichkeit, sich in einem entspannten Urlaubsumfeld intensiv, diskret und anonym bei einer Einzeltherapie mit der eigenen Situation auseinanderzusetzen. Dazu gehören:

  • Analyse der Arbeitssituation
  • Analyse der eigenen Ressourcen
  • Die Reaktivierung der vernachlässigten, gesunden Lebensbereiche.
  • Das Erlernen von Techniken zur Entspannung und Abgrenzung.

burnout

Den meisten Menschen gelingt es bei unserer Kurztherapie innerhalb von zwei bis drei Wochen ihre Stabilität zurückzuerlangen. Mit dem Ergebnis, mit sich am eigenen Arbeitsplatz wieder eins zu sein oder sogar den Schritt zu einem Neubeginn zu wagen.

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit für Ihren persönlichen Fragebogen und Sie erhalten noch am gleichen Tag eine unverbindliche Therapieempfehlung.

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