Psychosoziale Faktoren sind ein Risikofaktor erster Ordnung bei der Koronaren Herzkrankheit. Sie erhöhen sowohl das Risiko, daran zu erkranken, als auch nach einem Herzinfarkt die Wahrscheinlichkeit, daran zu versterben.

Beim sogenannten “Broken Heart Syndrom” kommt es nach psychosozialem Stress, besonders nach Verlusterlebnissen, zu einem lebensbedrohlichen Pumpversagen des Herzens.

Aber auch Bluthochdruck hängt zu einem Teil mit unseren Fähigkeiten zusammen, auf Stress zu reagieren.

Viele Menschen reagieren nach einem Herzinfarkt mit Ängsten und Depressionen. Deren Behandlung ist überlebenswichtig!

Eine zentrale Rolle spielen dabei Sporttherapie und Entspannungsverfahren.

Beim HRV-(Heart-Rate-Variability) Biofeedback kann die Anpassungsfähgikeit des Herzens auf Belastungen gezielt trainiert werden. Dieses Verfahren wird zunehmend auch im Leistungssport eingesetzt. Sportliche Aktivität nach einem durch unsere Sportwissenschaftler ausgearbeiteten Trainingsplan verbessert die Leistungsfähigkeit und wirkt gleichzeitig gegen Ängste und Depressionen.

In der Psychotherapie lernt der Patient Gefühle rechtzeitig wahrzunehmen und besser auszudrücken. Darüber hinaus werden in der Paar- und Familientherapie mögliche Veränderungen der familiären Situation aufgrund der Erkrankung bearbeitet. Auch die Qualität der Paarbeziehung hat einen wichtigen Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung.

Je nach Schwere der Erkranung erarbeiten wir ein speziell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten ausgerichtetes Therapiekonzept. Dabei profitiert der Patient auch von der Sicherheit durch unsere Klinik mit Internisten, Kardiologen und einem schnellen Notfallmanagement.

Unsere Therapieprogramme können bei weniger schweren Erkrankungen im Rahmen eines Familienurlaubs ambulant wahrgenommen werden. Bei Risikopatienten kann auch eine stationäre Aufnahme mit intensiver Betreuung erfolgen.

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