Wir behandeln Alkoholabhängigkeit und andere Suchterkrankungen mit neuesten Methoden, wie Ketamininfusionen in Kombination mit psychosomatischen Behandlungen.
Alkoholische Getränke sind seit vielen Jahrhunderten in der westlichen Zivilisation verbreitet. Ein moderater Umgang damit ist unbedenklich. Allerdings überschreiten viele Menschen die Grenze, an der aus einem unbedenklichen Konsum ein riskanter, schädigender oder abhängiger Gebrauch wird. Gründe dafür liegen in gesellschaftlichen Ritualen aber auch darin, dass sich durch Alkohol hervorragend Ängste und Schlafstörungen reduzieren lassen.

Zu viel Alkohol ist schädlich. Das ist seit langem bekannt. Andererseits sind alkoholische Getränke Teil unserer Kultur. Ob es einen wirklich unbedenklichen Konsum gibt im Sinne einer sogenannten J-Kurve (etwas Alkohol ist gesünder als keiner, viel Alkohol ist aber definitiv ungesund) oder eine absolute Abstinenz die gesündeste Lebensweise darstellt ist umstritten, insbesondere wie stark sich das auf die durchschnittliche Lebenserwartung auswirkt. Die Entscheidung, welches Risiko bin ich bereit für Genuss oder Spass einzugehen muss jeder selbst treffen – nicht nur beim Alkohol.

Alkohol ist ein hervorragender Angstlöser. Deshalb finden wir als Grunderkrankung bei Patienten mit Alkoholproblemen oft eine Angsterkrankung, manchmal auch Depressionen oder chronische Schmerzen. Ohne die Behandlung der Grunderkrankung hat die Behandlung der Sucht keine dauerhafte Erfolgsaussicht.

Das Ziel einer absoluten Alkoholkarenz als einzige Option bei schädigendem oder abhängigem Konsum erscheint problematisch: Schliesslich wollen nur etwa 10% aller Problemtrinker wirklich abstinent werden, müssen aber dem Arzt gegenüber die Unwahrheit sagen, wenn sie überhaupt Hilfe erhalten wollen. Leider sind den meisten Ärzten auch keine Medikamente bekannt, die zur Reduktion des Konsums führen können. Oft findet eine rein abstinenzorientierte Beratung statt.

Fest steht, dass bei hohem Alkoholkonsum eine Reduktion der Trinkmenge einen ersten Schritt in die richtige Richtung darstellt. Bereits Mitte der Achtziger Jahre entwickelte der belgische Psychiater Luc Isebaert das Brügger Modell der Wahlfreiheit: Patienten können entweder Abstinenz oder reduzierten Konsum anstreben. Wenn die Abstinenz misslingt fällt der Patient nicht aus dem Hilfesystem, sondern wird in Richtung reduziertem Konsum unterstützt. Wenn er das nicht schafft, steigt wiederum die Motivation für einen erneuten Abstinenzversuch. Gleichzeitig müssen eventuell bestehende Grunderkrankungen konsequent behandelt werden.

Diagnostik bei Alkoholabhängigkeit

  • Besteht ein Abhängigkeitssyndrom?
  • Gibt es psychiatrische oder somatische Grunderkrankungen oder Folgeerkrankungen?
  • Wie ist das Konsumverhalten im familiären und Arbeitsumfeld zu sehen? 
  • Wofür ist der Patient motiviert?
  • Reduktion der Trinkmenge, sequenzielle oder dauerhafte Abstinenz?
  • Welche Ressourcen hat der Patient?

Therapie von Alkoholabhängigkeit

Es gibt nicht den Alkoholiker. Für jeden Menschen muss eine individuelle Hilfe angeboten werden, die sich sowohl auf den Umgang mit Alkohol bezieht, andererseits die Behandlung einer möglichen Grunderkrankung (Angststörung, chronische Schmerzen oder Schlafstörungen) mit einschließt.

Bei Abhängigkeitssyndrom erfolgt zunächst stationärer, tagesklinischer oder ambulanter Entzug. In der Regel setzen wir dazu überwiegend Benzodiazepine ein. Je nach Schwere der Abhängigkeit dauert der Entzug zwischen drei und fünf Tagen. Bereits während dieser Phase erfolgt der Beginn der Beginn der Psychotherapie.

In den nächsten 10 bis 14 Tagen erfolgen Motivationsaufbau und -verstärkung durch intensive psychotherapeutische Interventionen. 

Besonderen Wert legen wir auf die psychotherapeutische und medikamentöse Behandlung einer eventuell bestehenden Grunderkrankung (Depression, Angststörung usw.). Unsere Patienten haben durchschnittlich zwei Einzeltherapiesitzungen täglich.

Bei Bedarf beginnen wir mit dem Einsatz von Anti-Craving-Substanzen wie Nalmefen, Naltrexon, Acamprosat oder Baclofen.

Täglich eine bis zu zwei Sitzungen Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) oder transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) erfolgen zur Reduktion des Cravings. 

Das Programm wird ergänzt durch individualisierte Sport- und Bewegungstherapie zur Förderung eines neuen Körpererlebens.

Zusätzlich erfolgt die Vermittlung von Entspannungsverfahren, wie Autogenes Training oder Progressive Relaxation. 

Hypnose und Neurofeedback helfen zur weiteren Reduktion des Suchtdruckes und zur Förderung der Selbstwirksamkeit.

Neue Therapieform bei Alkoholabhängigkeit – Ketamininfusionen

Aufgrund neuer Studien setzen wir auch eine besondere Form der Ketamintherapie ein. Dabei wird das Suchtgedächtnis mit einer Kombination von Ketamininfusionen und Verhaltenstherapie überschrieben.

Ablauf der Ketamintherapie

Die Behandlung von Patienten mit schädigendem oder abhängigem Alkoholgebrauch erfolgt bei uns absolut diskret in Einzelbehandlung mit einer hohen Intensität und multimodal Dabei werden modernste Erkenntnisse der Suchtforschung angewandt. Die durchschnittliche Behandlungsdauer liegt zwischen zwei und drei Wochen. Dadurch unterscheidet sich unser Therapiekonzept erheblich von dem konventioneller Suchtkliniken.

Wenn Sie Interesse an einer psychosomatischen Behandlung haben, kontaktieren Sie uns jetzt. Wir melden uns umgehend persönlich bei Ihnen, um unverbindlich die bestmögliche Therapie für Sie zu finden.

Unverbindliche Therapieanfrage