rTMS, oder repetitive transkranielle Magnetstimulation, hat sich besonders bewährt bei der Behandlung von Depressionen und Suchterkrankungen, zeigt aber meist auch Wirkung bei der Behandlung von Tinnitus, Burnout, Ängsten und manchmal auch bei Alzheimer-Demenz.
In der Klinik Dr. Scheib auf Mallorca kommt eine rTMS-Behandlung oft als in Kombination mit unserer Ketamintherapie, vor allem bei der Behandlung von Depressionen zum Einsatz. Aber auch bei anderen Krankheitsbildern kann rTMS eingesetzt werden. Durch das Ketamin spricht das Gehirn noch besser auf eine rTMS Behandlung an.

Seit dem Sommer 2020 bieten wir auch Behandlungen mir rTMS in Deutschland an. An unseren Standorten in Berlin und München kommen die selben Therapieverfahren zum Einsatz, die sich auch in unserer Klinik auf Mallorca und in Andalusien bewährt haben.

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Was ist rTMS?

Die repetetive transkranielle Magnetsimulation (rTMS) Behandlung stimuliert Teile des Gehirns durch ein starkes, pulsierendes Magnetfeld. Dabei verbessern sich die Durchblutung bestimmter Hirnteile und die Zellen werden – je nach Frequenz – in ihrer elektrischen Aktivität stimuliert oder gedämpft.

Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) ist nicht invasiv und kann auch bei Schwangeren angewendet werden.
Eine Behandlungseinheit dauert in der Regel etwa 20 Minuten. Manchmal entstehen dabei leichte Muskelzuckungen und ein vorübergehender leichter Kopfschmerz. Insgesamt ist rTMS aber sehr gut verträglich. Um den idealen Stimulationsort im Gehirn zu finden arbeiten wir mit einem innovativen System, welches den Einfluss der Magnetimpulse auf die Herzaktion misst (HRV-Erweiterung). Damit lässt sich eine optimale Plazierung der Magnetspule erreichen.Um nachhaltige Wirkungen zu erzielen sollten 20 bis 30 Stimulationen erfolgen.

Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) wurde bereits 2008 von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA zugelassen für die Behandlung von therapieresistenten Depressionen und 2018 für Zwangsstörungen. Auch in den deutschen wissenschaftlichen Leitlininen zur Behandlung von Depressionen (S3-Leitlininen) wird rTMS als mögliches Therapieverfahren bei Depressionen empfohlen. Es gibt inzwischen umfassende Studien, die Effizienz und Sicherheit des Verfahrens belegen.

Repetitive Transkranielle Magnetstimulation (rTMS) bei Depression

rTMS Behandlung bei Depressionen

RTMS zur Behandlung von Depressionen zeigt in verschiedenen Studien sogar eine deutlich erhöhte Verträglichkeit und Effizienz als herkömmliche Antidepressiva. Das gilt zum Beispiel auch für postpartale Depressionen. Da alle Antidepressiva auch in die Muttermilch übergehen erscheint rTMS bei der Behandlung postnataler Depressionen als interessante Alternative. Repetitive transkranielle Magnetstimulation kann auch bei manisch-depressiven Störungen in der depressiven Phase angewendet werden.

Bei der rTMS Behandlung bei Depression wird meist im Bereich des dorsolateralen präfrontalen Kortex stimuliert, einer Region der Hirnrinde im vorderen Schläfenbereich. Man verwendet Magnetimpulse mit einer Frequenz von 1 bis 10 Hz, teilweise auch höher. Dabei kommen Magnetfelder von bis zu 3 Tesla zur Anwendung – etwa die gleiche Magnetstärke wie in einem MRT. Bei Alzheimer-Demenzen kommt auch eine Anwendung von rTMS zur Stimulation des Frontalhirns in Frage.

Wir wenden rTMS bei Depressionen in Kombination mit Ketamintherapie und anderen Behandlungen wie z.B. Hypnose,  intensiver Psychotherapie, tDCS und Neurofeedback an. Dieses Behandlungskonzept setzten wir als eine der ersten Kliniken in Europa seit mehreren Jahren erfolgreich ein. Eine Behandlung mit unserer Kombinationstherapie rTMS und Ketamin zeigt deutlich stabilere Ergebnisse als eine Behandlung nur mit repetitiver transkranieller Magnetstimulation allein.

Andere Einsatzgebiete von rTMS

rTMS bei Zwangsstörungen

Zwangsstörungen werden pharmakologisch meist mit SSRI behandelt, wozu aber meist sehr hohe Dosen erforderlich sind. Auch hier kann der Drang, bestimmte Zwänge auszuführen, durch eine rTMS Behandlung deutlich reduziert werden und zeigt sich oftmals der Medikamentenbehandlung überlegen. Neue Konzepte kombinieren Magnetstimulation mit Ketamin-Infusionen und Hypnose. In den meisten Fällen Lassen sich damit die Zwangssymptome deutlich und nachhaltig bessern.

rTMS bei Suchterkrankungen

In den letzten Jahren wird repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) zunehmend auch in der Behandlung von Suchterkrankungen eingesetzt. Auch bei nicht stofflichen Süchten wie Spielsucht oder Internetsucht zeigt die Behandlung mit rTMS eine deutliche Wirkung. Ähnlich wie bei der Behandlung von Zwangsstörungen mit rTMS wird der Impuls einer Sucht nachzugehen reduziert. Auch hier sollte die repetitive transkranielle Magnetstimulation mit Psychotherapie kombiniert werden.

rTMS bei Tremor und Alzheimer-Demenz

Sehr schnelle Erfolge, manchmal bereits nach einer oder zwei rTMS Behandlungen, sieht man oft bei der Behandlung von ideopathischen Tremor mit repetitiver transkranieller Magnetstimulation.
Seit 2018 wurden mehrere Studien veröffentlich, die zeigen, dass rTMS leicht bis mässig ausgeprägte Alzeimer-Demenz bessern kann, besonders in Kombination mit kognitiven Trainingsprogrammen.

RTMS darf nicht angewendet werden bei Epilepsien und bei metallischen Implantaten im Kopf, z.B. nach Hirnoperationen.

Wenn Sie Interesse an einer psychosomatischen Behandlung mit rTMS bei Depressionen oder einem anderen der genannten Krankheitsbilder haben, kontaktieren Sie uns jetzt. Wir melden uns umgehend persönlich bei Ihnen, um unverbindlich die bestmögliche Therapie für Sie zu finden.

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