Kokainabhängigkeit ist in Europa weit verbreitet. Nach Cannabis ist Kokain vermutlich die illegale Droge, die am häufigsten eingenommen oder ausprobiert wird. Jeder vierte bis fünfte regelmässige Besucher von Clubveranstaltungen nimmt auch Kokain ein. Aber auch im täglichen Leben ist Kokain mittlerweile weit verbreitet.

Ein vollkommen neuer und erfolgreicher Ansatz zur Behandlung von Kokainsucht ist die Ketamin-Infusionstherapie. Das mag zunächst verwundern, da ja auch Ketamin in der Drogenszene nicht unbekannt ist. Wenn aber Ketamin über 40 Minuten in einer niedrigen Dosis als intravenöse Infusion gegeben wird, überschreibt es das Suchtgedächtnis. Bereits nach der ersten Infusion sinkt oft das Verlangen nach Kokain, nach drei bis fünf Infusionen ist bei den meisten Patienten das Verlangen nach Kokain vollkommen verschwunden.
In dieser Dosierung entsteht auch keine Abhängigkeit von Ketamin. Wichtig ist hier die genaue Dosierung und die konstante Konzentration im Blut. Diese Therapie ist also keinesfalls zur Selbstmedikation geeignet!

Wir wenden die Ketamin-Infusionstherapie bei Kokainabhängigkeit seit mehreren Jahren bei der Therapie von Kokainsucht in unserer Klinik auf Mallorca an. Hier besteht die Behandlung meist aus einer intensiven Kurzttherapie, bei der die Patienten schon nach 2-3 Wochen die Klinik wieder verlassen können.

Dr. Scheib und sein Team von internationalen Spezialisten behandeln die Patienten ambulant oder stationär mit Ketamininfusionen in Kombination mit Hypnose, intensiver Psychotherapie und Neurostimulation wie Neurofeedback Training und rTMS. Mit dieser Therapie erzielen wir in kurzer Zeit nachhaltige Erfolge bei Kokainabhängigkeit und anderen Suchterkrankungen.

Unverbindliche Anfrage

Folgeschäden von Kokainsucht

Es gibt viele Menschen, die Kokain nur gelegentlich einnehmen. Jedoch ist Kokain eine Droge mit hohem Suchtpotential. Aufgrund der massiven Erhöhung von Neurotransmittern im Belohnungssystems des Gehirns kommt es nach dem Ausklingen der Wirkung von Kokain zu schweren depressiven Verstimmungen, die zu einem starken Drang nach erneutem Kokainkonsum führen. Der regelmässige Konsum kann jedoch zu Bluthochdruck, Herz- und Hirninfarkten und bei nasaler Inhalation zu Nekrosen im Bereich der Schleimhaut und des Septums führen. Nach langfristigem Kokainkonsum oder bei Ketaminabhängigkeit wird gehäuft das Auftreten von Dermatozoenwahnbeschrieben (wahnhafte Vorstellung, dass sich Lebewesen (meist Würmer oder Insekten) unter der Haut befinden und sich bewegen, was zu Angst und Juckreiz führt).
Bei „Crack“ handelt es sich um mit Natron vermischtes Kokain, welches verdampft wird, dadurch schneller wirkt und ein noch deutlich höheres Abhängigkeitspotenzial hat. Auch die intravenöse Injektion von Kokain ist möglich.

Anzeichen für Kokainabhängigkeit

  • Gibt es psychiatrische oder somatische Grunderkrankungen (ADHS, andere Abhängigkeiten)?
  • Gibt es Folgeerkrankungen (Bluthochdruck, Depression, Psychosen)?
  • Wie ist das Konsumverhalten im familiären und Arbeitsumfeld zu sehen? 
  • Wofür ist der Patient motiviert?
  • Welche Ressourcen hat der Patient?

Behandlung von Kokainabhängigkeit

Je nach individueller Situation kommen bei unserer Therapie von Kokainsucht die folgenden Therapieelemente zur Anwendung:

Ketamin-Infusionen können zur Reduktion des Cravings (Suchtdrucks) und zur Motivationsförderung  beitragen. Dabei wird auch die beim Entzug entstehende depressive Symptomatik gebessert. Manchmal gelingt es, allein durch mehrere Ketamin-Infusionen das Suchtgedächtnis zu überschreiben. Die Lust auf Kokain verschwindet einfach. 

Intensive Psychotherapie (motivational interviewing) in Einzeltherapie verbessert die Motivation und bearbeitet mögliche Probleme, die einem Weglassen des Konsums entgegen stehen.

Repetitive Transkranielle Magnetstimulation (rTMS) und transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) reduzieren signifikant das Craving und verbessern die Langzeitprognose.

Neurofeedback verbessert die Selbstregulation des Gehirns und reduziert das Craving.

Methylphenidat kann in bestimmten Fällen zur Rezeptorblockade eingesetzt werden und kann insbesondere am Anfang zur Unterstützung verordnet werden.

Eine individualiserte Sporttherapie verbunden mit dem Erlernen von Entspannungsverfahren rundet das Therapiekonzept ab.

Eine Anti-Craving-Medikation mit Baclofen kann die Rückfallgefahr reduzieren.

Je nach Schwere der Abhängigkeit und Ressourcen des Patienten kann die Behandlung ambulant, tagesklinisch oder initial stationär erfolgen. Wir gehen von einer zwei- bis dreiwöchigen Intensivtherapie mit täglichen Psychotherapiesitzungen, Hirnstimulation, Sporttherapie und dem Erlernen von Entspannungstechniken aus. Wichtig ist ein Konzept zur Rückfallprophylaxe, da Kokainabhängige auch nach Jahren noch aufgrund assoziativer Reize einen erheblichen Suchtdruck entwickeln können.

Unser Therapiekonzept ist absolut diskret und arbeitet multimodal und ausschliesslich in Einzeltherapie. Dadurch unterscheidet sich unser Therapiekonzept erheblich von dem konventioneller Suchtkliniken.

Wenn Sie Interesse an einer Behandlung haben, kontaktieren Sie uns jetzt. Wir melden uns umgehend persönlich bei Ihnen, um Ihre Fragen persönlich zu beantworten und unverbindlich die bestmögliche Therapie für Sie zu finden:

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Freiwillige Angabe. Wir rufen Sie gerne an, um Ihre Fragen direkt zu beantworten.

Auch bei anderen Abhängigkeiten eignet sich unsere kombinierte Ketamintherapie. Abhängigkeit von Opiaten, Spielsucht und Alkoholabhängigkeit behandeln wir in Berlin, München und Mallorca erfolgreich mit unserer Ketamin-Hypnose-Psychotherapeutischen Behandlung (KHP).