Eine Psychotherapie Behandlung ist für jeden Menschen unterschiedlich, denn jeder Mensch ist anders, hat andere Vorlieben, Stärken und Schwächen. Jeder braucht deshalb auch in Krisensituationen und bei Erkrankungen massgeschneiderte Hilfsangebote. Es gibt nicht eine wirksame Psychotherapie Behandlung. Die Psychotherapie und der Psychotherapeut müssen zur Persönlichkeit des Patienten und zu seiner Problematik passen. Unser Team bietet deshalb unterschiedliche psychotherapeutische Behandlungen an, die je nach Patient einzeln oder in Kombination angeboten werden können.

Wenn Sie Interesse an einer Psychotherapie haben, kontaktieren Sie uns jetzt. Wir melden uns umgehend persönlich bei Ihnen, um unverbindlich die bestmögliche Therapie für Sie zu finden.
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Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (psychodynamische Psychotherapie)
Die theoretische Basis der tiefenpsychologischen Therapie ist die Psychoanalyse mit ihren Weiterentwicklungen. Eine der Grundannahmen besagt, dass unbewusste Konflikte, die in der Lebensgeschichte des Patienten begründet sind, später zu Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten führen. Das Erkennen und Bewusstmachen dieser Konflikte und der Umgang in der Therapeut-Patient-Beziehung führt zum Verschwinden oder zur Besserung der Symptome. Es entsteht mehr innere Freiheit und Lebensfreude.

Tiefenpsychologische fundierte Psychotherapie gilt als sogenanntes Richtlinienverfahren in den deutschen Psychotherapierichtlinien. Sie gilt wissenschaftlich anerkannt und wirksam für viele Störungsbilder.

Üblicherweise findet diese Art der Psychotherapie Behandlung ambulant ein- bis zweimal wöchentlich im Sitzen statt. Wir bieten unseren Patienten eine bis zwei Stunden pro Tag an. Die Therapie ist auch im Rahmen von Spaziergängen möglich. Die Gedanken fließen dabei manchmal freier. Griechische Philosophenschulen und Mönche im Mittelalter nutzten bereits diesen Effekt.

Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT)
ist eine der verbreitetsten und am besten untersuchten Formen der Psychotherapie. Sie kombiniert zwei Therapieansätze: die kognitive Therapie und die Verhaltenstherapie.
Welche Behandlungsmethode eingesetzt wird, ist abhängig vom Problem, Erkrankung oder vorliegender Störung. Die Grundannahme der Therapie ist aber immer dieselbe: Was wir denken, wie wir uns fühlen und uns verhalten, steht in direktem Zusammenhang. Diese Faktoren haben einen entscheidenden Einfluss auf unser Wohlbefinden. Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eine problemorientierte Strategie. Es geht darum, an aktuellen Problemen zu arbeiten und Lösungen für sie zu finden. Eine kognitive Verhaltenstherapie wird unter anderem zur Behandlung von Depressionen, Angst- / Zwangsstörungen sowie Suchterkrankungen eingesetzt. Sie wird auch bei körperlichen Erkrankungen wie chronischen Schmerzen, Tinnitus und Rheuma eingesetzt. Sie hilft, mit den Beschwerden besser zurechtzukommen.

Klassische Verhaltenstherapie
Der Begriff Verhaltenstherapie steht nicht für einen einheitlichen therapeutischen Ansatz, sondern für eine Gruppe von verschiedenen psychotherapeutischen Behandlungen. Die zugrunde liegende Theorie ist, dass psychische Störungen auf einem erlernten Verhalten beruhen und somit auch wieder verlernt werden können. Verhaltenstherapeutische Behandlungsmethoden beeinflussen die Bedingungen, die im Zusammenhang mit der psychischen Störung stehen. Dazu zählen Umweltbedingungen, das Verhalten anderer Menschen, sowie der Zustand im Menschen selbst, zum Beispiel seine Gedanken. Für einen Menschen mit übertriebener Angst vor Hunden heißt das, dass der Betroffene unter genauer Anleitung / Begleitung durch den Therapeuten den Kontakt zu Hunden suchen soll, um so seine Lernerfahrung „Hunde sind gefährlich und müssen unter allen Umständen gemieden werden“ durch neue Erfahrungen mit Hunden korrigieren zu können. Schritt für Schritt lernt der Betroffene dadurch, sich wieder angstfrei zu bewegen.

Neu ist die Kombination von Verhaltenstherapie mit Ketamin-Therapie in der Suchtbehandlung. So lässt sich im Rahmen eines kombinierten Vorgehens in bestimmten Fällen das Suchtgedächtnis überschreiben (Ravi Das, 2019)

Angstbehandlung mittels virtueller Realität
Bei einer Psychotherapie Behandlung von Phobien und Zwängen hat sich seit langem eine verhaltenstherapeutische Konfrontationstherapie bewährt. Dazu geht der Therapeut gemeinsam mit dem Patienten in die Angst besetzte Situation, in der der Patient dann über Entspannungstechniken und bestimmte Übungen lernt, die Angst selbst zu reduzieren. Dieses Vorgehen ist wirksam, aber auch zeitlich sehr aufwendig. In letzter Zeit zeigte sich anhand mehrerer Studien, dass auch eine Angstbehandlung in virtueller Realität effizient ist. Dabei wird der Patient mittels einer VR-Brille und spezieller Programme mit den Ängsten in einer virtuellen Umgebung konfrontiert. Durch dieses Verfahrens können in gleicher Zeit deutlich mehr Konfrontationen vorgenommen werden als bei einem Expositionstraining in vivo, so dass die Therapie schneller und einfacher wird. Natürlich führen wir aber nach wie vor auch reale Expositionstrainings durch.

Anwendung der VR-Brille in der Verhaltenstherapie von Angststörungen

Anwendung der VR-Brille in der Verhaltenstherapie von Angststörungen

 

Motivierende Gesprächsführung
Miller und Rollnick definierten motivierende Gesprächsführung als » eine Klienten-zentrierte direktive Methode zur Verbesserung der intrinsischen Motivation für eine Veränderung mittels der Erforschung und Auflösung der Ambivalenz « (2009, S. 47). Sie hat starke Wurzeln in der Klienten zentrierten Therapie nach Carl Rogers (1951, 1959).

Dieser Therapieansatz betont, dass man den inneren Bezugsrahmen und die momentanen Sorgen des Klienten verstehen muss. Es wird die Diskrepanz zwischen Verhaltensweise und Wertvorstellung hervorgehoben. Sowohl bei der motivierenden Gesprächsführung als auch bei der Klienten zentrierten Therapie schafft der Therapeut die Bedingungen für Wachstum und Veränderung. Er vermittelt die Grundhaltung eines angemessenen einfühlsamen Verstehens (Empathie) und eine nicht an Bedingungen gebundene positive Wertschätzung im Gespräch.

Eine Psychotherapie Behandlung mit Hilfe von motivierender Gesprächsführung eignet sich zur Beratung bei Alkohol-, Nikotin-, Medikamenten- und Drogenproblemen, bei Risikoverhalten auch von Adoleszenten und schwierigen Entscheidungen. In Verbindung mit dem Konzept der Wahlfreiheit (Luc Isebaert, 2009) stellt es eines der effizientesten Verfahren in der Kurztherapie von Suchterkrankungen und schädigendem Substanzkonsum dar.

EMDR-Traumatherapie
Das EMDR-Therapieverfahren (Eye-Movement-Desensitization and Reprocessing) ist besonders zur Behandlung von Traumafolgen geeignet. Bei der posttraumatischen Belastungsstörung ist das Gehirn mit der Veranrbeitung eines überwältigenden Traumas in Verbindug mit eigener Hilflosigkeit überfordert. Gefühle und Erinnerungen werden anders abgespeichert und eine nachfolgende Verarbeitung des Erlebten wird erschwert. Man geht davon aus, dass über eine Synchronisation der Gehirnhälften durch bilaterale Stimulation, z.B. Augenbewegungen, eine nachträgliche Bearbeitung der traumatischen Erinnerung möglich wird.

Nach einer genauen Anamnese und Stabilisierungsphase werden durch angeleitete, schnelle horizontale Augenbewegungen die traumatischen Erinnerungen von den Missempfindungen befreit.

EMDR gilt als Evidenz basiert und wird von der WHO zur Behandlung von Traumaforgestörungen empfohlen. Das Therapieverfahren wird inzwischen auch erfolgreich bei Angststörungen sowie der Behandlung von Alkohol- und Drogenabhängigkeit eingesetzt.

Gestalt-Therapie
Gestalt-Therapie nach Fritz Perls gliedert sich in der Gruppe der Humanistischen Therapien ein. Die Gestalt gehört zu den effektivsten aktuellen Ansätzen der modernen Psychologie. Wenn sie Ihrem Leben neue Impulse verleihen wollen oder als effiziente Lösung bei Störungen der klinischen Psychologie ist Gestalt Therapie gleichsam wirkungsvoll. Der Ansatz ist immer gegenwartsbezogen und zentriert sich im hier und jetzt. Wenn wir uns in der Gegenwart befinden, verschwinden zukunftsbezogene Ängste und Schuldgefühle über Vergangenes.

Der therapeutische Prozess sucht nach einer Veränderung. Dazu hat jede Person ihre ureigenen Wege und Lösungen. Der Gestalt-Therapeut fördert und leitet den individuellen Prozess, so dass Lösungen entstehen.

Gestalt heißt, Verantwortung übernehmen und nicht Schuld für das was uns passiert ist. Wenn wir uns verändern, wird sich unsere Umwelt gleichsam mit uns verändern. Anstatt uns zu manipulieren, sind wir auf unseren eigenen Prozess fokussiert.

In der Gestalt wissen wir, dass ein Thema so lange auftaucht, bis wir es endgültig zu einem Abschluss bringen, also den Teufelskreis zu durchbrechen. Wenn wir das Muster erkennen, werden spezifische Situationen abgeschlossen und nicht mehr zurückkehren.

Gestalt Therapie ist eine integrative Therapie, der Lernprozess wird direkt durch die Erfahrung impliziert. Gestalt weicht im Sinn der herkömmlichen Gesprächstherapie ab, Körpersprache und andere Formen des Ausdruckes werden einbezogen.

Gestalt hat zum Ziel uns bewusst zu machen, wie wir handeln und in be- stimmten Situationen reagieren. Nur mit dem Bewusstsein sind Veränderungen möglich.

Hypnose/Hypnotherapie
Die medizinische Hypnose ist eine anerkannte psychotherapeutische Methode, um wirksam bei der Lösung von Problemen, der Heilung oder Linderung von Störungen und (akuten, chronischen, psychosomatischen und körperlichen) Erkrankungen zu helfen. Diese Psychotherapie Behandlung geschieht auftragsorientiert: Der Therapeut ermittelt mit den Klienten Ziele, die in der weiteren Beratung verfolgt und das Erreichen am Ende überprüft wird. Voraussetzung für eine gelingende Therapie ist – wie auch bei jeder anderen Therapieform – der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung für das Verfolgen der gemeinsam gesetzten Ziele. Um Heilungs-, Such- und Lernprozesse zu fördern, wird entweder Hypnose im mehr formalen Sinn praktiziert oder es werden alltägliche Tranceprozesse für die therapeutische Arbeit genutzt. Daneben kann Hypnotherapie auch als Selbsthypnosetraining bzw. das Erlernen von Tiefenentspannungsübungen gestaltet werden.

Hypnose ist insbesondere auch ein Verfahren, mit dem sich chronische Schmerzen und Medikamentennebenwirkungen beeinflussen lassen, ebenso wie Erkrankungen des Immunsystems. Sie spielt deshalb eine zunehmende Rolle in Schmerztherapie, Onkologie und Palliativmedizin.

Neu ist die Kombination von Hypnose mit Ketamin-Infusionen, zum Beispiel bei der Behandlung von Depressionen und Zwängen, aber auch bei Suchterkrankungen. Die Effekte beider Verfahren ergänzen sich und führen oftmals zu schnelleren und nachhaltigeren Ergebnissen. 

Apparative Verfahren
Neben der klassischen Psychotherapie Behandlung finden in den letzten Jahren zunehmend auch apparative Verfahren Anwendung bei der Behandlung von psychischen und psychosomatischen Störungen. Sie erweisen sich als hoch effizient in der Behandlung von Depressionen, Zwängen, ADHS, Schmerzen und Suchterkrankungen. Zu den apparativen Verfahren, die wir in der Klinik Dr. Scheib anwenden, zählen Biofeedback, Neurofeetback, repetitive Transkranielle Magnetstimulation und transkranielle Gleichstromsimulation.
Auch hier gilt, dass nicht jedes Verfahren für jeden Menschen geeignet ist und erst nach einer eingehenden Diagnostik die Indikation für das eine oder anderer Verfahren gestellt wird. Wir setzen die Verfahren im Rahmen unseres psychosomatischen Gesamtkonzepts ein.
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