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Posttraumatische Belastungsstörung – Symptome und Behandlung

Die Behandlung von Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS, oder auch die aus der englischen Bezeichnung Post-traumatic Stress Disorder stammende Abkürzung PTSD) ist seit vielen Jahren das Spezialgebiet von Dr. Scheib und seinem Team aus internationalen Spezialisten. In unserer Privatklinik auf Mallorca behandeln wir Posttraumatische Belastungsstörung mit einer Kombination aus Ketamininfusionen, rTMS, intensiver Psychotherapie, Neuromodulation, EMDR und Hypnose. Der Behandlungsplan wird für jeden Patienten individuell zugeschnitten, um die persönlichen Umstände zu berücksichtigen.
Die Behandlungen können stationär oder ambulant statt finden.
Unsere intensiven multimodalen Therapien zur Behandlung bei einfachem Trauma dauern in der Regel zwischen 10 und 15 Tage, können aber bei komplexen und frühen Traumatisierungen drei Wochen und mehr in Anspruch nehmen.
Durch unsere intensive, multimodale Behandlungen von PTBS erzielen wir eine schnelle und nachhaltige Besserung der traumatischen Symptome.
Normalerweise haben wir kurze Wartezeiten, die Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung kann somit zeitnah beginnen.

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Was ist posttraumatische Belastungsstörung?

Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung, die nach einem traumatisierenden Ereignis auftreten kann. Zu den traumatischen Ereignissen gehören unter anderem Kriegserlebnisse, Naturkatastrophen, Gewalttaten und schwere Unfälle, aber auch die Konfrontation mit lebensbedrohlichen Erkrankungen, intensivmedizinische Behandlungen oder Reanimationen. Komplexe Traumata entstehen oft in der Kindheit durch wiederholten sexuellen oder emotionalen Missbrauch und das Gefühl der Hilf- und Schutzlosigkeit.

Die Symptome einer PTBS sind vielfältig und können sich in unterschiedlicher Ausprägung zeigen.
Typische Symptome von PTBS sind:

  • Wiederkehrende Erinnerungen an das traumatische Ereignis
  • Alpträume
  • Angst und Vermeidungsverhalten
  • verminderte Konzentrationsfähigkeit
  • Reizbarkeit und Wut
  • Schlafstörungen
  • Schuldgefühle
  • Verlust des Interesses an Aktivitäten
  • Gefühl der Entfremdung

Die PTBS ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen kann. Unbehandelt kann sie zu einer Chronifizierung führen.

Posttraumatische Belastungsstörung entsteht in Folge eines Ereignisses, welches den drohenden Tod oder schwere Verletzungen beinhaltet oder eine massive Bedrohung der physischen Integrität der eigenen Person oder anderer darstellt. Typische Auslöser sind Unfälle, Überfälle, Vergewaltigungen, aber manchmal auch Geburten, Operationen oder eine unsachgemässe Aufklärung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen. Es entsteht das Gefühl einer absoluten Hilflosigkeit oder eines Entsetzens, welches in der Folge zu Schlafstörungen, erhöhter vegetativer Erregung und oftmals auch sozialem Rückzug führt.

Auch lange intensivmedizinische Behandlung, insbesondere auch künstliche Beatmung, führt zu gehäuftem Auftreten von Posttraumatischer Belastungsstörung. Gerade bei Patienten, die aufgrund einer Covid-Infektion intubiert und beatmet werden mussten, kann sich die PTBS auch mit einem Post- oder Long-Covid-Syndrom verbinden.

Wie wirkt sich posttraumatische Belastungsstörung aus?

PTBS entsteht durch ein nicht verarbeitetes Trauma. Wird ein Mensch von einem traumatischen Ereignis betroffen und kann sich nicht dagegen wehren, erfolgt die Verarbeitung während des Schlafes. Dabei entstehen oftmals Albträume und Schlafstörungen. Wenn die Verarbeitung des Traumas gelungen ist bleibt zwar eine Erinnerung, die ist aber nicht begleitet von heftigen Emotionen oder vegetativen Reaktionen wie Herzrasen, Schweissausbrüchen, Brechreiz oder ähnlichem.
Ist das Gehirn mit der Verarbeitung des Traumas überfordert gelingt es nicht, Erinnerung und Gefühle voneinander zu trennen. Bestimmte Auslöser (Trigger) lassen die Bilder des Traumas einschliesslich der heftigen Gefühle und vegetativen Reaktionen wieder aufleben. Oftmals führt das zu einer dauerhaften vegetativen Anspannung und einem sozialen Rückzug.

Manchmal wird auch ein erstes Trauma relativ gut verarbeitet und erst eine erneute Traumatisierung führt zum Bild einer PTBS (PTSD).

Man geht heute davon aus, dass zwischen 5 und 10% der Bevölkerung irgendwann in ihrem Leben schwer traumatisiert werden und an PTBS, also einer Traumafolgestörung erkranken.

PTBS Symptome

Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung sind neben Schlafstörungen auch oft die sogenannten Flashbacks, bei denen bestimmte Bilder oder Gerüche die traumatischen Situationen wiederaufleben lassen. Das führt dazu, dass viele Betroffene versuchen, ihre Symptome mit Alkohol, Cannabis, Opiaten, Benzodiazepinen oder anderen Drogen selbst zu behandeln. Auch chronische Schmerzen können ein Symptom für posttraumatische Belastungsstörung in der Folge eines traumatischen Erlebnisses sein, ebenso Depressionen und Angsterkrankungen. Leider werden ursächliche Traumatisierungen nicht immer erkannt, was zu Fehlbehandlungen führen kann.

Behandlung von PTBS

Je früher PTBS behandelt wird, desto besser ist die Prognose. Aber auch lang zurück liegende Traumatisierungen lassen sich noch behandeln.

Auch viele Menschen mit Suchterkrankungen oder chronischen Schmerzsyndromen leiden eigentlich unter einer nicht erkannten und unbehandelten PTBS. Nicht selten handelt es sich hier um Menschen, die sich selbst nicht eingestehen wollen, “schwach” gewesen zu sein: Soldaten, Feuerwehrleute, Notärzte. Manchmal bemerken die Angehörigen zuerst, wie sich die Person allmählich verändert. Ein sozialer Rückzug, Partnerschaftsprobleme, zunehmender Alkohol- und Drogenkonsum. Auch die Suizidgefahr ist bei Posttraumatischen Belastungsstörungen deutlich erhöht.

Die Behandlung der PTBS bei uns erfolgt in der Regel mit einer Kombination aus Psychotherapie und und Ketamininfusionen. Ein Weiter wichtiger Bestandteil sind repetitive transkranielle Magnetstimulation und Neurostimulationsverfahren wie Neurofeedback.

Psychotherapie bei PTBS

Psychotherapie ist die wichtigste Behandlungsmethode bei der PTBS. Es gibt verschiedene psychotherapeutische Verfahren, die bei der PTBS wirksam sein können. Zu den gebräuchlichsten Verfahren gehören:

  • Kognitive Verhaltenstherapie (KVT): Die KVT hilft den Betroffenen, die negativen Gedanken und Verhaltensweisen, die mit der PTBS verbunden sind, zu verändern.
  • Traumafokussierte Psychotherapie (TF-P): Die TF-P hilft den Betroffenen, das traumatische Ereignis zu verarbeiten und die damit verbundenen Gefühle zu bewältigen.
  • EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing): EMDR ist eine Form der Psychotherapie, die mithilfe von Augenbewegungen die Verarbeitung von traumatischen Ereignissen unterstützt.Bei der Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung hat sich EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) besonders bewährt. Es gilt weltweit als die am besten wirksame Behandlung bei posttraumatischen Belastungsstörungen.

Wie funktioniert EMDR in der Traumabehandlung?

Bei einer Behandlung von PTBS mit EMDR wird zuerst eine Sicherheit gebende und vertrauensvolle Beziehung geschaffen. Dann fordert der Therapeut den Patienten auf, sich an bestimmte Ereignisse zu erinnern und lässt ihn dabei schnelle Augenbewegungen nach links und rechts machen. Diese Augenbewegungen kommen typischerweise im REM-Schlaf (rapid eye movements) vor, in dem wir träumen und Erlebnisse bearbeiten. In der Therapie ist dadurch eine Nachbearbeitung des Traumas möglich und die damit verbundenen negativen Gefühle werden abgeschwächt. Neben den schnellen Augenbewegungen können auch andere bilaterale Stimulationen durchgeführt werden.

Auch Hypnose und eine Expositionstherapie in virtueller Realität können zur Anwendung kommen. Dabei können in einem Sicherheit gebenden Rahmen die Ereignisse erinnert, gleichzeitig kontrolliert und die Emotionen verändert werden.

Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Mindfulness Based Stress Reduction stellen ebenfalls einen wichtigen Teil der Therapie dar, da sie den vegetativen Erregungszustand reduzieren helfen und für einen besseren Schlaf sorgen.

Neben einer intensiven, traumaspezifischen Psychotherapie können bei der Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen auch pharmakologische Behandlungen und Hirnstimulationstherapien wie rTMS oder tDCS zur Anwendung kommen. 

Traditionell werden zur Behandlung von Posttraumatischer Belastungsstörung auch Medikamente eingesetzt, um die Symptome zu lindern und die Behandlung mit Psychotherapie zu unterstützen. Zu den gebräuchlichen Medikamenten gehören:

  • Antidepressiva: Antidepressiva können die Symptome der PTBS, wie Angst, Depression und Schlafstörungen, lindern.
  • Antipsychotika: Antipsychotika können bei der Behandlung von Halluzinationen und Wahnvorstellungen hilfreich sein.
  • Antikonvulsiva: Antikonvulsiva können bei der Behandlung von Angst und Reizbarkeit hilfreich sein.

Der Einsatz dieser Medikamente ist allerdings meist mit mässigem Erfolg gekrönt, deswegen verzichten wir weitgehend auf deren Einsatz in unserer Therapie von PTBS.

Behandlung von PTBS mit Ketamininfusionen

Neuere Studien belegen die Wirksamkeit einer Ketamin-Infusionstherapie bei der Behandlung von Posttraumatischen Belastunggstörungen. 
Ketamin ist ein NMDA-Rezeptor-Antagonist, der als Anästhetikum und Analgetikum eingesetzt wird. In den letzten Jahren wurde Ketamin auch als wirksame Behandlungsoption für eine Reihe psychischer Erkrankungen, darunter Depressionen, Angststörungen und posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), untersucht.
Die genaue Wirkungsweise von Ketamin bei PTBS ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass Ketamin die Funktion des NMDA-Rezeptors moduliert, der eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der PTBS spielt.

Ketamintherapie bei PTBS, Ketamine therapy PTSD

 

Die antidepressive und dissoziative Wirkung des Ketamins hilft dabei, traumatische Gedächtnisinhalte zu “überschreiben”, ähnlich wie es auch beim Suchtgedächtnis bei Patienten mit Suchterkrankungen funktioniert.
Das sollte aber nur im Rahmen einer Psychotherapie und mit einem darin erfahrenen Psychotherapeuten erfolgen.

Das Instituto Dr. Scheib ist europaweit einer der Vorreiter in Behandlungen mit kombinierter Ketamintherapie bei Krankheitsbildern wie z.B. PTBS, behandlungsresistenten Depressionen, Zwangsstörungen und Suchterkrankungen.
Neurofeedback und HRV-Biofeedback helfen, den vegetativen Erregungszustand zu reduzieren. RTMS reduziert die depressiven Anteile der Störung und hilft gegen Suchtdruck und chronische Schmerzen.

All diese Therapieformen dienen der Ergänzung der psychotherapeutischen Behandlung und sollten nicht allein eingesetzt werden.

Wichtig ist für alle traumatisierten Patienten, dass eine erneute Traumatisierung durch die Behandlung vermieden werden muss. Deshalb ist eine vertrauensvolle Therapeut-Patient-Beziehung oberstes Gebot.
Patienten mit schwerer PTBS sollten immer einer spezialisierten Therapie mit speziell auf dem Gebiet der posttraumatischen Belastungsstörung ausgebildeten Therapeuten zugeführt werden!
Ketamin-Infusionen sind eine sichere und gut verträgliche Behandlungsoption. Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Halluzinationen kommen in dem bei uns durchgeführten Therapieprotokoll in weniger als 5% der Fälle vor und verschwinden meist kurz nach Infusionsende.

Der Vorteil von Ketamininfusionen ist, dass sie zu einer schnellen und starken Verbesserung der PTBS-Symptome führen können. Die Wirkung von Ketamin hält in der Regel mehrere Tage bis Wochen an. Eine Kombination mit anderen Therapiemethoden wird für ein nachhaltiges Ergebnis dringend empfohlen.

Die Prognose der PTBS ist bei entsprechender Behandlung in der Regel gut. Mit unserer Behandlung können die meisten Betroffenen die Symptome der PTBS schnell und Nachhaltig überwinden.

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