Bei einer posttraumatischen Belastungsstörung Behandlung hat sich EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) besonders bewährt (Hofmann, 2005). Es gilt weltweit als die am besten wirksame Behandlung bei posttraumatischen Belastungsstörungen.

Auch Hypnose und eine Expositionstherapie in virtueller Realität können zur Anwendung kommen. Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Mindfulness Based Stress Reduction stellen ebenfalls einen wichtigen Teil der Therapie dar.

Neben einer intensiven, traumaspezifischen Psychotherapie kommen bei der Behandlung von posttraumatischen Behandlungsstörungen auch pharmakologische Behandlungen und Hirnstimulationstherapien wie rTMS oder tDCS zur Anwendung. Traditionell werden Antidepressiva eingesetzt, allerdings mit mässigem Erfolg. Neuere Studien belegen die Wirksamkeit einer Ketamin-Infusionstherapie (Feder, 2014), sowie von  Neurofeedback (Gapen, 2016), HRV-Biofeedback (Tan, 2010) und repetitiver transkranieller Magnetstimulation (Peckel, 2017).
All diese Therapieformen dienen der Ergänzung der psychotherapeutischen Behandlung und sollten nicht allein eingesetzt werden.

Wichtig ist für alle traumatisierten Patienten, dass eine erneute Traumatisierung durch die Behandlung vermieden werden muss. Deshalb ist eine vertrauensvolle Therapeut-Patient-Beziehung oberstes Gebot.

Unverbindliche Therapieanfrage

Posttraumatische Belastungsstörungen entstehen in Folge eines Ereignisses, welches den drohenden Tod oder schwere Verletzungen beinhaltete oder eine massive Bedrohung der physischen Integrität der eigenen Person oder anderer darstellte. Typische Auslöser sind Unfälle, Überfälle, Vergewaltigungen, aber manchmal auch Geburten, Operationen oder eine unsachgemässe Aufklärung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen. Es entsteht das Gefühl einer absoluten Hilflosigkeit oder eines Entsetzens, welches in der Folge zu Schlafstörungen, erhöhter vegetativer Erregung und oftmals auch sozialem Rückzug führt. 

Neben den Schlafstörungen kommt es bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung oft zu sogenannten Flashbacks, bei denen bestimmte Bilder oder Gerüche die traumatischen Situationen wiederaufleben lassen. Das führt dazu, dass viele Betroffene versuchen, ihre Symptome mit Alkohol, Cannabis, Opiate oder anderen Drogen selbst zu behandeln. Auch chronische Schmerzen können in der Folge eines traumatischen Erlebnisses entstehen, ebenso Depressionen und Angsterkrankungen. Leider werden ursächliche Traumatisierungen nicht immer erkannt, was zu Fehlbehandlungen führen kann.

Man geht heute davon aus, dass zwischen 5 und 10% der Bevölkerung irgendwann in ihrem Leben schwer traumatisiert werden und an einer Traumafolgestörung erkranken. 

Wichtig: Schwer traumatisierte Patienten sollten immer einer spezialisierten Therapie mit darin ausgebildeten Therapeuten zugeführt werden! 

Wenn Sie Interesse an einer psychosomatischen Behandlung haben, kontaktieren Sie uns jetzt. Wir melden uns umgehend persönlich bei Ihnen, um unverbindlich die bestmögliche Therapie für Sie zu finden.