Opiate sind hervorragende Schmerzmittel, erzeugen aber bei entsprechender Dosierung auch Euphorie und Entspannung. Abhängigkeit von Opiaten ist gängig. In der Drogenszene gängig ist insbesondere Heroin, es gibt aber eine zunehmende Anzahl von Patienten, die zunächst ärztlich verordnet Opioide eingenommen hatten, dann aber davon abhängig wurden. In den USA hat sich die Zahl der Abhängigen von Oxycontin und ähnlichen Opioidanalgetika und der damit verbundenen Todesfällen in den letzten Jahren dramatisch erhöht. Aufgrund des vereinfachten Zugangs findet man Opiatabhängigkeiten aber auch gehäuft unter medizinischem Personal, besonders als Versuch der Selbstmedikation bei der Entwicklung eines Burnout.

Der Opiatentzug ist oft schmerzhaft, aber im Gegensatz zum Alkoholentzug nicht gefährlich. Gliederschmerzen werden begleitet von Frieren, Schwitzen, Zittern, Durchfall, Erbrechen und anderen vegetativen Symptomen. Je nach Schwere der Abhängigkeit dauert der Entzug bis zu vierzehn Tage, selten länger. Gleichzeitig sollte jedoch an der Vermeidung von Rückfällen gearbeitet werde. Wir empfehlen deshalb möglichst eine dreiwöchige Behandlung.

Diagnostik Abhängigkeit von Opiaten:

  • Gibt es psychiatrische oder somatische Grunderkrankungen oder Folgeerkrankungen (Infektionen, Depression, Psychosen)?
  • Wie ist das Konsumverhalten im familiären und Arbeitsumfeld zu sehen?
  • Wofür ist der Patient motiviert?
  • Welche Ressourcen hat der Patient?

Therapie Abhängigkeit von Opiaten:

Zum Akutentzug empfehlen wir zunächst eine stationäre Behandlung, die dann je nach Verlauf auch ambulant fortgeführt werden kann.

Clonidin reduziert die vegetativen Symptome des Entzugs.
Ketamin wirkt gut gegen die dabei auftretenden Schmerzen und depressive Verstimmungen. In Verbindung mit Hypnose  kann dabei auch eine dauerhafte Reduktion des Suchtdruckes erreicht werden.

Informationen zur Ketamintherapie

rTMS und tDCS reduzieren das Verlangen auf Opiate und wirkt ebenfalls gegen Schmerzen.

Intensive Psychotherapie (motivational interviewing) in Einzeltherapie verbessert die Motivation und bearbeitet mögliche Probleme, die einem Weglassen des Konsums entgegen stehen.

Entspannungstechniken, insbesondere aber auch Neurofeedback verhelfen zu einer erhöhten Selbstwirksamkeit und verbessertem Umgang mit Stress und reduzieren damit die Rückfallwahrscheinlichkeit.

Naltrexon Depot-Injektionen reduzieren das Craving und helfen Rückfälle zu vermeiden.

Unser Therapiekonzept ist absolut diskret und multimodal. Wir arbeiten ausschliesslich in Einzeltherapie. Besonders für Patienten aus der Gruppe der Heilberufe ist das von existenzieller Bedeutung. Dadurch unterscheidet sich unser Therapiekonzept erheblich von dem konventioneller Suchtkliniken.

Wenn Sie Interesse an einer Behandlung haben, kontaktieren Sie uns jetzt. Wir melden uns umgehend persönlich bei Ihnen, um unverbindlich die bestmögliche Therapie für Sie zu finden.

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