Für welche Krankheitsbilder eignet sich eine Ketamininfusion?

Ketamininfusion bei Depression
Die Anwendung von Ketamin bei Depressionen ist am bekanntesten. Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob es sich um sogenannte endogene oder um reaktive Depressionen handelt. Auch bei manisch-depressiven Erkrankungen kann Ketamin während der depressiven Phase eigesetzt werden. In Verbindung mit rTMS und Hypnose und/oder Psychotherapie erreicht man bei 80 bis 90% der Patienten eine Besserung.

Ketamininfusion bei chronischen Schmerzen
Ketamin wirkt sich auch positiv auf chronische Schmerzen aus. Viele Patienten mit chronischen Schmerzen sind gleichzeitig auch depressiv. Besonders Patienten mit Fibromyalgie profitieren von der Behandlung. Sowohl Hypnose als auch rTMS werden ebenfalls in der Schmerztherapie eingesetzt. Die Verfahren ergänzen sich hervorragen.

Ketamininfusion bei Zwängen
Zwänge, wie zum Beispiel Zwangshandlungen oder Zwangsgedanken, bessern sich meist deutlich unter Ketamin. Gerade hierbei ist die Kombination mit Hypnose und Psychotherapie wichtig. Je nach Art des Zwanges kommt hier auch eine Kombination mit Expositionstraining in virtueller Realität in Frage.

Ketamininfusion bei Posttraumatische Belastungsstörungen
Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Posttraumatische Belastungsstörungen von einer Ketamintherapie profitieren. Hier ist aber grundsätzlich die Einbindung in ein psychotherapeutisches Setting erforderlich. Wir kombinieren die Infusionstherapie mit EMDR, einem dafür speziell entwickelten Psychotherapieverfahren, zusätzlich ggf. noch mit Hypnose, Neurofeedback, rTMS und Expositionstraining in virtueller Realität.

Ketamininfusion bei Suchterkrankungen
Hier lässt sich durch eine Behandlung mit Ketamininfusionen in Kombination mit Verhaltenstherapie und/oder Hypnose das Suchtgedächtnis überschreiben. Neueste Untersuchungen bestätigen das besonders für die Behandlung von Alkoholabhängigkeit. Eine Anwendung kann aber auch bei anderem Substanzmissbrauch, wie bei Kokain, sowie bei nicht stofflichen Suchterkrankungen wie Spielsucht indiziert sein, immer in Kombination mit Psychotherapie und ggf. zusätzlich rTMS.

Ketamininfusion bei Essstörungen
In bestimmten Fällen sind auch Anwendungen bei Essstörungen möglich. Auch hier ist eine Kombination mit Psychotherapie unabdingbare Voraussetzung.

Für wen ist eine Behandlung mit Ketamin nicht geeignet?

Ketamin ist gut verträglich. Trotzdem gibt es bestimmte Erkrankungen, die die Anwendung einschränken:

  • Patienten, die im Rahmen einer Psychose unter Halluzinationen leiden, dürfen nicht mit Ketamin behandelt werden, da die psychotischen Symptome verstärkt werden können.
  • Ketamin führt zu einem leichten Anstieg des Blutdruckes und des Augeninnendruckes. Deshalb müssen Patienten mit hohem Blutdruck oder grünem Star zunächst auf normale oder allenfalls leicht erhöhte Druckwerte eingestellt werden.
  • Patienten mit koronarer Herzkrankheit sollten ebenfalls von der Behandlung absehen. Bei leichteren Formen der KHK kann nach Rücksprache mit dem behandelnden Internisten oder Kardiologen eine Ketamininfusionstherapie unter besonderer Überwachung erfolgen.

FAQ´s Ketamin-Therapie

 


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