Neben der klassischen Psychotherapie Behandlung finden in den letzten Jahren zunehmend auch apparative Verfahren Anwendung bei der Behandlung von psychischen und psychosomatischen Störungen. Die von uns angewandten technischen Verfahren erweisen sich als hoch effizient in der Behandlung von Depressionen, Zwängen, ADHS, Schmerzen und Suchterkrankungen. Auch hier gilt, dass nicht jedes Verfahren für jeden Menschen geeignet ist und erst nach einer eingehenden Diagnostik die Indikation für das eine oder anderer Verfahren gestellt wird. Wir setzen die Verfahren im Rahmen unseres psychosomatischen Gesamtkonzepts ein.

Wenn Sie Interesse an einer Psychotherapie haben, kontaktieren Sie uns jetzt. Wir melden uns umgehend persönlich bei Ihnen, um unverbindlich die bestmögliche Therapie für Sie zu finden.

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Biofeedback
Beim Biofeedback werden physiologische Parameter wie Muskelspannung, Hautwiderstand, Herzfrequenz oder Temperatur abgeleitet und über ein Computerprogramm mit grafischer Animation oder akustischen Signalen korreliert. Der Patient kann dadurch Veränderungen in seinem Anspannungszustand sehen oder hören. Er erlernt sie bewusst zu beeinflussen. Das Verfahren ist Evidenz-basiert und funktioniert hervorragend bei Migräne, Spannungskopfschmerz, Inkontinenz und Schmerzsyndromen. 

Eine besondere Anwendung ist das Biofeedback der Herzfrequenz-Varianz (Unterschied zwischen Systolen Dauer bei Einatmung und Ausatmung). Eine zu niedrige HRV findet man bei Bluthochdruck, Koronarer Herzkrankheit und bei Depressionen. Über die Koppelung von positiven Veränderungen durch entspanntes Atmen mit entsprechenden Animationen lernt das vegetative Nevensystem, Stress besser zu verarbeiten. Das hat positive Auswirkungen auf Schlaf, Leistungsfähigkeit, Blutdruck, Herzkranzgefässe und auf Depressivität.

 

Neurofeedback

Jede Hirnaktivität führt zu elektrischen Aktivitäten, die man am Kopf als EEG-Wellen messen kann. Bei verschiedenen Erkrankungen gibt es charakteristische Veränderungen der Erregunsmuster. Über Neurofeedback lässt sich die Aktivität der verschiedenen Hirnbereiche in verschiedenen Frequenzbereichen trainieren. Dazu benutzt man das Modell des operanten Konditionierens. Über ein individuell gestaltetes Computerprogramm, bei dem die gewünschte Aktivität mit einer Animation auf einem Bildschirm gekoppelt wird, lernt das Gehirn, bestimmte Bereiche stärker zu nutzen oder auch ihre Aktivität abzuschwächen. 

Der Patient sieht auf dem Monitor eine Animation, die seine Hirnaktivitäten aufzeigt. Eine Veränderung der Gehirnwellen hin zum Zielzustand bekommt der Patient als erfolgreich ausgeführte Animation zurück gekoppelt und vice versa. So lernt der Patient die eigene Gehirnaktivität positiv zu beeinflussen. Dieser Prozess wird fortlaufend begleitet und das Programm je nach Veränderung der Symptome modifiziert. Die ersten Effekte machen sich nach ca. 8 bis 10 Sitzungen bemerkbar.

Das Verfahren ist sehr gut untersucht für ADHS/ADS, für Schlafstörungen und Krampfleiden. Es gibt aber auch gute Therapieerfolge bei Depressionen und Suchterkrankungen. 

Neurofeedback ist eine Evidenz basierte Behandlungsmethode, die in den frühen 70er Jahren des letzten Jahrhunderts in den USA entstanden ist. Mittlerweile gibt es umfassende wissenschaftliche Studien zur Effektivität und Sicherheit dieser Methode. Sie ist auch gut bei für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen geeignet.

Repetitive Transkranielle Magnetstimulation (rTMS)

rTMS Behandlung in der Klinik Dr. Scheib

Bei dieser Technik werden Teile des Gehirns durch ein starkes, pulsierendes Magnetfeld stimuliert. Dabei verbessern sich die Durchblutung bestimmter Hirnteile und die Zellen werden – je nach Frequenz – in ihrer elektrischen Aktivität stimuliert oder gedämpft.

Das Verfahren hat sich besonders bewährt bei Depressionen und Suchterkrankungen, zeigt aber meist auch Wirkung bei Tinnitus, Burnout, Ängsten und manchmal auch bei Demenz.

Das Verfahren ist nicht invasiv und kann auch bei Schwangeren angewendet werden. Eine Behandlungseinheit dauert in der Regel etwa 20 Minuten. Manchmal entstehen dabei leichte Muskelzuckungen und ein vorübergehender leichter Kopfschmerz. Insgesamt ist das Verfahren aber sehr gut verträglich. Um den idealen Stimulationsort im Gehirn zu finden arbeiten wir mit einem innovativen System, welches den Einfluss der Magnetimpulse auf die Herzaktion misst (HRV-Erweiterung). Damit lässt sich eine optimale Plazierung der Magnetspule erreichen.Um nachhaltige Wirkungen zu erzielen sollten 20 bis 30 Stimulationen erfolgen. 

Das Verfahren ist FDA zugelassen für die Behandlung von Depressionen und Zwangsstörungen und auch in den deutschen wissenschaftlichen Leitlininen zur Behandlung von Depressionen empfohlen. Es gibt inzwischen umfassende Studien, die Effizienz und Sicherheit des Verfahrens belegen.

RTMS darf nicht angewendet werden bei Epilepsien und bei metallischen Implantaten im Kopf, z.B. nach Hirnoperationen.

Transkranielle Gleichstromsimulation (tDCS)
Bei der transkraniellen Gleichstromstimulation wird ein schwacher Strom über zwei am Kopf aufgesetzte Elektroden durch das Hirn geleitet. Dabei verändert sich die Erregbarkeit der Nervenzellen und deren Aktivität. Die Stromstärke ist sehr schwach. Das Verfahren ist nicht invasiv und frei von gefährlichen Nebenwirkungen.

Eingesetzt werden kann es bei Depressionen, Suchterkrankungen, Essstörungen, aber auch im Leistungssport zur Verbesserung der Schnellkraft-Leistung.

Ein Vorteil des Verfahrens gegenüber der Magnetstimulation besteht in den geringeren Kosten und der Grösse der Geräte. Bei Erfolg können die Patienten kleinere Geräte erwerben und zum Aufrechterhalten des Therapieergebnisses die Behandlung zu Hause selbst fortführen.

All dieses apparativen Verfahren sind auch ein wichtiger Bestandteil unserer kombinierten Ketamintherapie, die hauptsächlich bei der Behandlung von Depressionen zum Einsatz kommt, aber auch vielen anderen Behandlungen effizient ist.

Wenn Sie Interesse an einer Therapie bei uns haben, füllen Sie einfach nachstehendes Formular aus. Wir melden uns umgehend bei Ihnen, um ein unverbindliches telefonisches Vorgespräch zu vereinbaren.

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